Vereinsgeschichte

Im März 1962 wurde der Verein von 15 Herren, die sich dem Reit- und Fahrsport verbunden fühlten, gegründet.

Dies waren Uwe D. Ruge, Franz Hollingshaus, Kurt Schröder, Joachim Grams, Friedel Hassler, Willi Wecker, Karl-Heinz Bogner, Franz Burdy, Karl Helle, Gerhard Weyrich, Werner Schmidt, Josef Bogner, Erich Weber, Heinz Schmitt und Gerhard Ricker.
In den folgenden Jahren hat sich der Verein zu einem der größten von insgesamt ca. 20 Reitvereinen im Kreisreiterbund Lahn-Taunus entwickelt.

Als erste Reitmöglichkeit diente damals eine Wiese unterhalb des Hotels Waldschloß, das zum Vereinslokal bestimmt worden war. Kurz darauf wurde der alte Camberger Fußballplatz angepachtet und zum Reitplatz umfunktioniert. Einige Zeit später erwarb der Verein ein benachbartes Grundstück, auf dem in den folgenden Jahren Reithalle mit Reiterklause, Betriebswohnung und Stallungen errichtet worden sind. Auch die Bepflanzung der Grundstücke mit Büschen und Bäumen und die Gestaltung des Reitplatzes nahm Formen an. Ein stabiler Richterturm wurde gebaut und Naturhindernisse angelegt.

Dies geschah alles in Eigenhilfe mit großem Einsatz der damaligen Mitglieder. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Verein heute über eine Top-Anlage verfügt. Bei allen Witterungsverhältnissen kann hier Reitsport ausgeübt werden, was die Grundlage zur Ausbildung von Reitern und Pferden bedeutet. Die Reiter des Camberger Vereins starten mit ihren Pferden in allen Disziplinen (Dressur, Springen, Vielseitigkeit) in Hessen und im benachbarten Rheinland/Pfalz und holen jedes Jahr zahlreiche Siege und Platzierungen in die Kurstadt.

Neben dem Angebot an regelmäßigem Reitunterricht, verschiedenen Lehrgängen und Fachvorträgen veranstaltet der Verein seit 1964 jedes Jahr ein großes Dressur- und Springturnier, das bis weit über Bad Camberger Grenzen hinaus bekannt ist und bei Reitern und Zuschauern auf reges Interesse trifft. Für die Vielseitigkeitsreiter wurden in der Vergangenheit ebenfalls Turnierveranstaltungen mit Geländeprüfungen mit guter Resonanz bei den Reitern aus der sogenannten Buschreiterszene durchgeführt.
Liebhaber der Jagdreiterei erinnern sich gerne an die Schleppjagden mit der Taunusmeute und die Pferdesegnungen an der Kreuzkapelle. Trotz immer größerer Einschränkungen durch die Naturschutzbehörde und anderer Skeptiker bemüht sich der Verein, diese Tradition weiterzuführen.

Baulich wurde die gesamte Anlage in den letzten Jahren modernen reitsportlichen Bedürfnissen angepaßt. Auf dem Springplatz sorgt nun eine Beregnungsanlage für staubfreies Reiten im Sommer. Das Geläuf in der Reithalle und auf dem Springplatz wird regelmässig  überprüft und bei Bedarf saniert und hält so den sportlichen Anforderungen stand. Eine neue Lagerhalle für Geräte, Heu und Stroh ersetzt inzwischen die alte baufällige Holzscheune, und die gepflegten Grünanlagen in der Anlage runden das Bild ab.

Weitere größere Bauvorhaben waren in den letzten Jahren die Sanierung des Dressurplatzes mit neuem Geläuf, neuer Umzäunung und Beregnung, die Erneuerung des Aussenputzes der Reithalle, der Austausch der asbesthaltigen Wellplatten des Reithallendachs durch gedämmte Trapezelementplatten, die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Reithallendach und dem Dach der Lagerhalle, die Erneuerung der Reithallenberegnungsanlage, die Sanierung der alten Meldestelle und der Neubau der Toilettenanlage im Stallbereich. Bei der letzten Baumaßnahme im Herbst 2018 wurden die Fenster in der Reithalle erneuert und die Beleuchtungsanlage der Reithalle und der Stallungen auf LED umgestellt.

Auch das Hindernismaterial wird ständig gepflegt und erneuert, so dass bei Bedarf ein Springtraining auf höchstem Niveau möglich ist.

Vereinsvorsitzende bis heute:

1962 bis 1964 Uwe D. Ruge
1965 bis 1969 Ludwig Allwohn
1970 bis 1981 Willi Rothe
1982 bis 1984 Helmfried Schramm
1985 bis 1992 Hermann-Josef Löw
1993 bis 2000 Andrea Später
2001 bis 2005 Gabriele Weidner
2005 bis 2009 Berthold Geisler
2009 bis 2011 Rainer Wirth
ab 2012 Sabine März-Thiel